Die UWG zeigte sich beeindruckt von dem Verfahren, aus jährlich 90.000 Tonnen Abfall ein Trockenstabilat herzustellen, das in seinem Brennwert mit Braunkohle vergleichbar ist, das aber auf Grund seines hohen biologischen Anteils bei der Energieerzeugung bis zu 80 % weniger CO2 freisetzt als herkömmliche Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl. "Ein wichtiger Beitrag Osnabrücks zum Klimaschutz" findet Wulf-Siegmar Mierke, der die UWG im Rat der Stadt Osnabrück vertritt. Die UWG fand den Einsatz moderner Maschinenbau-, Computer- und Visualisierungstechnologie bei Herhof gut, dadurch ist ein "prüfbarer Produktionsablauf" über alle Verfahrensschritte zur Herstellung des Trockenstabilats möglich, und es werden die erforderlichen Umweltvorgaben erfüllt. So würde beispielsweise bei der Reinigung der Abluft mit Luftaufbereitungs- und Reinigungsanlagen oder Biofiltern nicht nur Schmutz absorbiert, sondern auch Gerüche. Auch das Kühl- und Abwasser werde recycelt und wieder verwendet. Insgesamt gewannen die Mitglieder der UWG den Eindruck, ein gutes Verfahren kennen gelernt zu haben, dass mit hohen Qualitätsstandards aus Abfall Energie gewinnt. "Durch den Einsatz des Trockenstabilats beispielsweise in Zementfabriken können fossile Brennstoffe ersetzt werden, was vor dem Hintergrund schwindender Energievorräte ein weiterer Pluspunkt ist“, so Mierke abschließend.
13.12.2010

